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Newsletter 12/2020

Liebe Eltern, Freunde und Förderer der Musikschule,

 

mit diesem letzten Newsletter des Jahres verabschiedet sich das Musikschulteam in die kurze Winterpause.

Ein sehr anstrengendes und in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Jahr liegt hinter uns. Dass wir die Herausforderungen meistern konnten, haben wir zu einem großen Teil auch Ihnen zu verdanken.

 

Somit bedanken wir uns an dieser Stelle dafür, dass Sie uns die Treue gehalten haben trotz der Einschränkungen sowie für die große moralische Unterstützung, die wir gerade auch im Kampf um kommunale Unterstützung von vielen Menschen erfahren haben – darunter auch Einige, die keine direkte Verbindung zu unserer Musikschule aufweisen. Die Unterschriftensammlung, die seit Mitte November im Umlauf ist, hat mittlerweile den Wert von 1100 Stück überschritten, und immer noch kommen weitere Rückläufe.

Trotz der widrigen Umstände können wir auch viele positiven Dinge aus diesem Jahr mitnehmen:

Unser Kollegium hat den Stresstest mit Bravour bestanden, während des ersten Lockdowns konnten wir als eine von wenigen Einrichtungen die Angebote weitestgehend aufrechterhalten.

Die Auseinandersetzung mit digitalen Unterrichtsformaten brachte viele Erkenntnisse, die positiven davon werden sich im zukünftigen Angebot wiederfinden und zu neuen attraktiven Ergänzungen des Programms führen.

Zu unserer freudigen Überraschung blieb die befürchtete Kündigungswelle aus, stattdessen konnten wir unsere Schülerzahl trotz des Wegfalls zweier Früherziehungsgruppen sogar noch steigern.

Es gibt erfreuliche Ansätze zur engeren Zusammenarbeit mit den Musikschulen im regionalen Umfeld, schon bald werden wir von dieser Entwicklung profitieren können.

Das Land NRW stellt zusätzliche Mittel in Aussicht, diese können freilich von uns leider erst dann abgerufen werden, wenn sich die Stadt an der Finanzierung des Betriebes im nennenswerten Umfang beteiligt.

Unsere Initiativen für den Erhalt der Musikschule fiel auf fruchtbaren Boden, hinter uns stehen die Presse, das Land und der Verband, viele neue Freunde sowie im hohen Maße die Fraktionen der SPD, BFB und der FDP.

Es wird im kommenden Jahr das neue „Kulturgesetzbuch NRW“ verabschiedet. Der uns vorliegende Entwurf schafft endlich Rechtsicherheiten und klare Zuordnungen – für uns ein wichtiges Zeugnis, wird doch seitens von Teilen des Rates unser Status regelmäßig in Frage gestellt.

 

Zu den negativsten Begleiterscheinungen des Jahres zählt der fast komplette Ausfall unseres Veranstaltungskalenders. Es ist jammerschade, dass unsere Schüler/innen Auftrittsmöglichkeiten verwehrt blieben. Auch die vielen Ausfälle der Ensemble- und Orchesterproben waren und sind zutiefst bedauerlich, trifft es dabei doch das Kernanliegen unserer Musikschule, nämlich das gemeinsame Musizieren.

Für das kommende Jahr können wir auch zunächst weiterhin nur auf Sicht fahren, dies betrifft alle Veranstaltungen und Konzerte, aber auch einige Unterrichtsangebote, die theoretisch sofort starten könnten – insbesondere der Aufbau eines Kinderchores und die Wiederbelebung des Popchores zieht sich in die Länge. Die Anfragen für unsere Elementarkurse sind auf einem hohen Niveau, auch hier braucht es noch etwas Geduld.

Dennoch blicke ich zuversichtlich in die Zukunft. Unser Team ist hoch motiviert und steckt voller Ideen, wir werden, sobald sich die Möglichkeit bietet, neue Angebote schaffen und neue Zielgruppen erschließen. Und es werden im kommenden Jahr - womöglich noch mit Einschränkungen - auch wieder Konzerte stattfinden können, dessen bin ich mir sicher.

2022 wird die Musikschule 50 Jahre alt werden. Was viele nicht wissen: Der Vorläufer unserer Einrichtung, die Musikschule der Musicalischen Academie, wurde bereits 1817 gegründet. Somit gehört Burscheid bundesweit zu den ältesten Standorten musikalischer Bildung (zum Vergleich: Die älteste Musikschule Deutschlands, Aschaffenburg, wurde nur 7 Jahre früher gegründet). Im Januar entscheidet der Rat der Stadt Burscheid über den Antrag der SPD zur Beteiligung der Stadt an die Finanzierung unserer Schule, es wird vermutlich knapp werden. Erst danach werden wir wissen, welche Richtung der Zug einschlagen wird. Somit gilt es, die Daumen zu drücken!

 

Zum Abschluss noch die Information, dass an den zusätzlichen unterrichtsfreien Tagen im Anschluss an die Weihnachtsferien – das betrifft die Tage 07., 08. und 09. Januar, von unserer Seite digitaler Unterricht stattfinden wird. Ob dann ab dem 11.01. Präsenzunterricht stattfinden kann, wird sich vermutlich wieder erst kurzfristig entscheiden.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen besinnliche Festtage und uns Allen ein neues Jahr, in dem die Dinge wieder möglich werden auf die wir so lange verzichten mussten.

 

Mit herzlichen Grüßen

Thomas Kinzel